Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Für Vorsorge ist man nie zu jung. Die vielleicht wichtigste Entscheidung bei der Vorsorge: halten Sie Ihre Wünsche rechtzeitig fest. Wenn Sie in guten Zeiten juristische Dokumente erstellen, haben Sie die Gewissheit, dass Ihre Wünsche später umgesetzt werden. Die Vorsorgeregelungen sind genau auf Ihre persönlichen Lebensumstände abzustimmen. Sie sollten sich daher nicht auf fertige Formulare aus dem Internet verlassen. 

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie, wer Sie vertreten darf. Sie vermeiden eine gerichtliche Betreuung. 

In einer Patientenverfügung legen Sie fest, wie Sie medizinisch versorgt werden möchten. 

Betreuungsrecht 

In Deutschland sind derzeit rund 1,3 Millionen Menschen auf rechtliche Betreuung angewiesen. Aufgrund des demographischen Wandels ist in den nächsten Jahren weiterhin mit einem Anstieg der Betreuungsfälle zu rechnen. Die Gesellschaft altert und daher wird der Bedarf an Betreuung auf lange Sicht ansteigen. Einen großen Teil werden alte, demenzkranke Menschen sein. 

Eine Betreuung wird vom Betreuungsgericht angeordnet, wenn der betroffene Mensch infolge einer körperlichen, seelischen oder geistigen Erkrankung nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen.